Archiv der Kategorie: Religion

Die Schuhe anlassen – ein Blick unter den Talar

img_3145 Heute mal wieder eine Live-Übertragung: Feierliche Zeremonie im Petersdom, Franziskus kreiert 17 neue Kardinäle, wie es im Kirchenjargon heißt. Tja, so richtige Kardinäle eben, denk ich mir, als ich da auf dem Bildschirm alte Männer mit würdigen Gesichtern und Luxus-Outfit sehe. Eigentlich bin ich gegen so was ja immun. Uffiziöse Riten, Hierarchien und Lorbeeren… naja. Dieses Mal aber, muss ich sagen, bin ich dann doch angetan. Unter den Talaren verbirgt sich alles andere als Monokultur. Ein Kommentar. Weiterlesen

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Keine Mahnung, kein Trost – Franziskus in Auschwitz

xxy Auch Schweigen spricht. So war es Ende Juli, als der Papst das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau besuchte und nichts sagte. Weiterlesen

IS-Terror: „Wir wollen kein Kalifat“

Durch Propagandavideos und Augenzeugenberichte von Opfern im Irak und Syrien sind in den vergangenen Wochen immer mehr Gräueltaten der IS-Kämpfer bekannt geworden: Öffentliche Hinrichtungen und Massenmorde, Vergewaltigungen und die Versklavung von Frauen, unsägliche Grausamkeiten selbst gegenüber Kindern. Die Mehrheit der Muslime in der Welt will keinen Islamischen Staat, wie ihn die Terroristen propagieren – das sagt der Islamexperte Samir Khalil Samir. Der Großteil der muslimischen Welt sehe die Gewalt mit Abscheu, berichtet mir der Ägypter, der viel im Nahen Osten herumkommt. Mit einer solch entfesselten Gewalt hätte auch kaum jemand gerechnet.

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Sinnsuche in China: Religion wird attraktiver

Die Hinweise darauf häufen sich, dass Religion in China heute auch als Form der Sinnsuche und Wiederentdeckung moralischer Werte gesehen wird, als Alternative in einer Gesellschaft, die zwischen Aufschwung und Konsumismus, Geschichtsvergessenheit und bröselnder politischer Ideologie einen Weg in die Zukunft sucht. Der Zulauf zum Christentum, der aktuell im Reich der Mitte zu beobachten ist, ordnet sich dabei in eine allgemeine Sinnsuche ein.

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Von Macao bis nach Peking

Folgen wir den Spuren des Jesuiten Matteo Ricci durch das heutige China. Erste Station: Macao bei Hongkong, an der Südküste des Mega-Reiches, das Sprungbrett der Chinamission. Hier lernten Ricci und Schall von Bell Chinesisch, hier entstand die erste westliche Universität im Fernen Osten. Zweite Station: Peking. Lange Jahre brauchte Ricci, um dorthin zu gelangen, ebenfalls lange, um sich die Gunst des Kaisers zu erwerben.

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China und die Religion: Eine Reise

REISE UND REPORTAGE / Anlässlich seines 400. Todesjahres wurde im Jahr 2010 Matteo Riccis Wirken im Reich der Mitte gedacht. Welche Aktualität hat der italienische China-Missionar und Jesuit heute in China? Dieser Frage bin ich auf einer Reise durch China im Gespräch mit Kirchenleuten, Journalisten, Wissenschaftlern und Gläubigen nachgegangen und habe nebenbei so manches über die chinesische Religionspolitik erfahren.

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