Archiv der Kategorie: Medienästhetik

James Foley: Todes-Rap in den News

Gestern abend TV-Spätnachrichten auf Rai News 24. Merkel in Kiew, Renzi zur Europa-Politik, Abbas nach Blutvergießen gesprächsbereit, Chaos im Irak, neue Luftangriffe der USA… und dann ein Videoausschnitt. Weiterlesen

Jede Videocracy hat ihren Parasiten

»Wärme, Rauschen, Wirbel.

Der Parasit war unvermeidlich.«[1]

Ein italienischer Fernsehabend im Jahr 1976. Im Wohnzimmer flimmert das Quiz eines Lokalsenders über den Bildschirm. Bei der Sendung müssen Zuschauer von zu Hause aus Fragen beantworten. Bei jeder richtigen Antwort wird ihnen ein bisschen heißer. Denn dann erhebt sich die mollige Hausfrau neben dem Moderator im schwarzen Anzug, führt einen kurzen Tanz auf und lässt ein Kleidungsstück fallen. Unbeholfen sind ihre Bewegungen, doch der Strip zeigt Wirkung: Das Format ist überaus erfolgreich. So erfolgreich, dass die Mischung aus Interaktion, Sex und Unterhaltung noch gut dreissig Jahre später in vielfachen Variationen die Kanäle des italienischen Fernsehens füllen wird… Weiterlesen

Tocca il suono, gusta il film

Il mio corpo non è solo un oggetto tra tutti gli oggetti… invece è un oggetto che è sensibile a tutto il resto, che risuona a tutti i suoni, vibra a tutti i colori e dà nascita alle parole con il loro significato originale attraverso il modo in cui li riceve.” (da Fenomenologia della Percezione di Maurice Merleau-Ponty)

 Il cinema racconta. Ma in modo ancora più elementare (però non meno semplice) il cinema è esperienza estetica – esperienza di colore e ritmo, atmosfera e spazio. Weiterlesen