Archiv der Kategorie: Kunst

Puppen, Ich und Körper – Cahun #3

In Cahuns fotografischen Selbstporträts lässt sich ein Motiv herausgreifen, das in Cahuns künstlerischer Arbeit und im Surrealismus eine wichtige Rolle spielt: Die Puppe und das Puppenhafte. Weiterlesen

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Training don’t kiss – Cahun #2

Cahuns genreübergreifendes Arbeiten als Schriftstellerin, Fotografin und Schauspielerin und ihre vielfältigen Selbstinszenierungen weisen sie als Verwandlungskünstlerin par excellence aus, die ästhetische Konventionen und gesellschaftlich geprägte Bilder unterläuft. Neben der Wahl von Namenspseudonymen wie Claude Courlis, Daniel Douglas und 1916 schließlich Claude Cahun verändert sie in ihrer Schaffenszeit radikal ihre äußere Erscheinung. Sie rasiert sich die Haare ab – zu damaliger Zeit ein Skandal – und kombiniert ungewöhnliche Kleidungsstücke.

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Surrealisten – Claude Cahun #1

Vor 120 Jahren wurde die Künstlerin Claude Cahun geboren – am 25. Oktober 1896 im französischen Nantes. Die dem Surrealismus zugeordnete Schriftstellerin, Fotografin und Performance-Künstlerin ist innerhalb der damaligen kreativen Szene eine eigenwillige Erscheinung, die ihrer Zeit in mancher Hinsicht voraus war. Weiterlesen

Jede Videocracy hat ihren Parasiten

»Wärme, Rauschen, Wirbel.

Der Parasit war unvermeidlich.«[1]

Ein italienischer Fernsehabend im Jahr 1976. Im Wohnzimmer flimmert das Quiz eines Lokalsenders über den Bildschirm. Bei der Sendung müssen Zuschauer von zu Hause aus Fragen beantworten. Bei jeder richtigen Antwort wird ihnen ein bisschen heißer. Denn dann erhebt sich die mollige Hausfrau neben dem Moderator im schwarzen Anzug, führt einen kurzen Tanz auf und lässt ein Kleidungsstück fallen. Unbeholfen sind ihre Bewegungen, doch der Strip zeigt Wirkung: Das Format ist überaus erfolgreich. So erfolgreich, dass die Mischung aus Interaktion, Sex und Unterhaltung noch gut dreissig Jahre später in vielfachen Variationen die Kanäle des italienischen Fernsehens füllen wird… Weiterlesen

Tocca il suono, gusta il film

Il mio corpo non è solo un oggetto tra tutti gli oggetti… invece è un oggetto che è sensibile a tutto il resto, che risuona a tutti i suoni, vibra a tutti i colori e dà nascita alle parole con il loro significato originale attraverso il modo in cui li riceve.” (da Fenomenologia della Percezione di Maurice Merleau-Ponty)

 Il cinema racconta. Ma in modo ancora più elementare (però non meno semplice) il cinema è esperienza estetica – esperienza di colore e ritmo, atmosfera e spazio. Weiterlesen

Nichts muss, alles kann

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Katalogbeitrag zur Ausstellung „OBJECTrelations“ im Kunstbahnhof Dresden. Künstler: Florin Sebastian Winkler

 

Florin Winklers „Object Relations“ gehen von den vielfältigen Wahrnehmungsmöglichkeiten des Raumes aus. Man könnte sie als Modulationen von Raum bezeichnen. Nicht das Objekt steht im Mittelpunkt, sondern das „Zwischen“ den Objekten. Die Arbeiten treten untereinander und mit ihrer Umgebung in Beziehung. Sie sind nicht nur selbst räumlich, sondern schaffen neue räumliche Situationen und laden dazu ein, sich in diesen zu bewegen. Florins Objekte schließen nichts ab oder ein, sondern öffnen und vervielfachen. Weiterlesen